Crassicrus
REICHLING & WEST, 1996
Laut PETERS sammelte E.C. WELLING 1984 im Norden von Belize sechs Exemplare einer unbekannten Vogelspinnengattung. WELLING schickte sie dem kanadischen Vogelspinnenexperten Rick WEST. 1995 sammelte Steven REICHLING dazu weitere lebende Exemplare in Belize und beschrieb gemeinsam mit WEST (1996) die Tiere in beiden Geschlechtern als Crassicrus lamanai. Damit entstand die bisher monotypische Gattung Crassicrus. Nach SCHMIDT zitiert aus der Klassifizierung von RICK & WEST: “Tibia IV sehr stark und tonnenartig verdickt, vor allem bei Weibchen. Diese mit einem Feld von dornenartigen Borsten an der gesamten ventralen und ventro-prolateralen Oberfläche der Coxen und Femora II bis IV. […] Vorkommen: Belize, Guatemala.” Aus dieser Beobachtung heraus entstand auch der Gattungsname, der sich aus den lateinischen Worten crass = dick und crus = Schenkel zusammensetzt. Die Spermathek weist eine doppelfingrige Receptacula seminis auf.
Das Habitat im nördlichen Belize ist laut PETERS geprägt durch tropischen, offenen Trockenwald sowie offenes Gelände.
Art
Crassicrus lamanai REICHLING & WEST, 1996
Literatur
REICHLING, S.B. & R.C. WEST (1996): A new Genus and Species of Theraphosid Spider from Belize (Araneae, Theraphosidae). - The Journal of Arachnology, 24: 254-261.
|