Dendrobates granuliferus
TAYLOR, 1958
Das Epitheton “granuliferus” kommt von den lateinischen Worten granulum = Körnchen und ferre = tragen und bedeutet soviel wie “Körnchen tragend”. Es bezieht sich auf die granuliert erscheinende Haut der Frösche.
Beschreibung
Die Färbung dieser Frösche ist sehr variabel. Die Grundfarbe von Dendrobates granuliferus ist grün. Von der Schnauzenspitze bis weit über die Mitte des Körpers sind die Tiere normalerweise orangerot gefärbt. Es gibt jedoch auch Exemplare, die auch die grüne Grundfarbe besitzen, aber an Kopf, Körper und Vorderbeinen oliv-gelb gebärbt sind. In der Terrarienhaltung rufen die Männchen meistens in den Morgenstunden nach dem Einschalten der Beleuchtung. Eine Unterscheidung zu Dendrobates pumilio ist schwierig. Die Art bleibt mit ca. 20 mm Länge sehr klein.
Verbreitung
Pazifisches Tiefland Costa Ricas
Haltung im Terrarium
Terrarium
Regenwaldterrarium. 80x40x50 für 1,2 ausreichend.
Licht
Beleuchtung mit Leuchtstoffröhren und HQL- bzw. HQI-Lampen.
Temperatur
23-25 °C
Luftfeuchtigkeit
Am besten beregnet man das Terrarium täglich nachmittags für 10 Minuten mit demineralisiertem Wasser durch einer Regenanlage, um die gewünschte hohe Luftfeuchtigkeit zu erreichen.
Einrichtung
Eine Beregnungsanlage ist sehr empfehlenswert. Der Bodengrund kann aus Seramis, Blähton oder z.B. Torf oder Kokoshumus bestehen. Normale Blumenerde ist wegen der höheren Neigung zu Schimmelbildung nicht so empfehlenswert. Zusätzlich bringt man z.B. mit Wasser gefüllte Petrischalen ein, die man mit halbierten Kokosnüssen, die ein Einstiegsloch haben, abdecken kann. Diese Stellen dienen später als Eiablageplatz. Weiterhin sollten Bromelien zur Einrichtung gehören, in die die Jungtiere später von der Mutter verteilt werden. Die Zisterne der Pflanzen sollte immer mit Wasser gefüllt sein.
Fütterung
Verfüttert wird kleinstes Futter wie z.B. Drosophila und Springschwänze. Die Fütterung der Jungtiere ist schwieriger. Drosophilae sind für sie zu groß, so dass man sie immer mit kleinsten Springschwänzen füttern muss. Eine regelmäßige Gabe von Vitaminen und Mineralstoffen ist erforderlich.
Zucht
Die Fortpflanzung findet über das ganze Jahr statt. Gesunde Weibchen können sehr produktiv sein. 10 Gelege mit zweils etwa 4 Eiern pro Weibchen sind keine Seltenheit. Die Eier werden z.B. in Petrischalen abgelegt und verbleiben dort, bis die Larven nach 15 bis 20 Tagen schlüpfen. Das Muttertier kommt dann wieder vorbei und trägt die Larven zu den Bromelien, wo sie das Jungtier in die Zisterne setzt. Dort legt sie dann unbefruchtete Eier ab, von denen sich der Nachwuchs ernährt. Nach ca. 6 Monaten sind die Frösche ausgewachsen.
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