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Tüpfelskink

Eumeces schneideri (DAUDIN, 1802)

 

Schutzstatus

kein Schutzstatus

Schwierigkeitsgrad

Mittel. Die Tiere verhalten sich manchmal aggressiv untereinander und brauchen ein großes Terrarium, da sie sehr aktiv sind. Auch die Vermehrung gestaltet sich sehr schwierig.

 

Beschreibung

Eumeces schneideri aldrovandii ist von den anderen Eumeces schneideri Unterarten durch den gelb-orangefarbenen Streifen zu unterscheiden, der sich von der Oberlippe seitlich am Körper entlang bis zum Schwanzende zieht. Der Rücken ist übersät mit orangenen und graublauen Flecken. MODRY & NECAS (1997) berichten, dass E. s. princeps in der Basaltwüstenlandschaft der Badiyah in Jordanien passend zum dunklen Lavaboden sehr viel dunkler gefärbt ist als sonst.

Vermutlich kann E. s. aldrovandii über 20 Jahre alt weden.

Geschlechtsunterschiede

Die Männchen sind größer und intensiver gefärbt. WEGNER (2002) gibt an, dass die Bauchseite ihres Männchens weiss und die des Weibchens gelblich ist.

Unterarten

  • Eumeces schneideri aldrovandii
  • Eumeces schneideri meridionalis
  • Eumeces schneideri pavimentatus
  • Eumeces schneideri princeps
  • Eumeces schneideri schneideri
  • Eumeces schneideri zarudnyi

Verbreitung

Ägypten, Jordanien

E.s. princeps: Jordanien [z.B. in der Badiyah (MODRY & NECAS 1997)]

Haltung im Terrarium

Terrarium

WEGNER (2002) gibt eine Terrariengröße von 100 x 50 x 60 cm für ein adultes Pärchen an.

Licht

WEGNER (l.c.) benutzte bei ihren Tieren Eine Reptisun 5.0 Leuchtstoffröhre und zwei 50 W Halogenspots von Osram. Das Licht brennt 12 Stunden am Tag. Zusätzlich wurde zweimal wöchentlich für 30 Minuten mit einer Osram Ultra-Vitalux bestrahlt.

Temperatur

Tagsüber ca. 30°C. Unter den Spots sollten Temperaturen bis teilweise 45°C erreicht werden. Nachts reichen Temperaturen von 17-20°C aus.

Luftfeuchtigkeit

50-60%. WEGNER (l.c.) rät von einem täglichen besprühen des Terrariums ab, um Erkältungskrankheiten vorzubeugen.

Einrichtung

Das Terrarium wird als Wüsten- oder Steppenterrarium eingerichtet. Als Bodengrund eignet sich rundkörniger, grober Sand (WEGNER l.c.). Der Tüpfelskink gräbt sich gerne im Sand ein. STRUIJK (2002) verwendet groben Sand, der nach dem Trocknen zusammenklebt, so dass sich die Tiere Höhlen anlegen können. Die Seitenwände werden z.B. mit Kork beklebt oder anders bearbeitet, um eine größere Bewegungsoberfläche zu schaffen. Eine Wasserschale darf nicht fehlen, da die Echsen viel trinken.

Fütterung

Neben den üblichen Insekten (Grillen, Heuschrecken) kann man den Tieren auch Nacktmäuse anbieten. WEGNER füttert ihre Tiere mit gekochtem und kleingeschnittenem Hähnchenfleisch und gekochter zerdrückter Möhre. Angeboten werden auch süße Früchte wie Kiwi, Apfel Birne und Mango. Auch Gehäuseschnecken werden angenommen, die wg. des hohen Kalkgehaltes zu empfehlen sind. Vermutlich haben Eumeces schneideri und Eumeces algeriensis ein ähnliches Nahrungsspektrum. Dazu gibt es eine detaillierte Auflistung bei STRUIJK (2002).

Zucht

Auch beim Tüpfelskink muss man den jahreszeitlichen Klimaverlauf simulieren, wenn man die Tiere erfolgreich vermehren will. WEGNER (l.c.) verkürzt dazu ab Oktober die Tageslichtlänge und schalten dann das Licht für 2 Monate komplett ab. Auch die Futtergaben werden reduziert.

Im Frühjahr finden dann in einem Zeitraum von 2-3 Wochen mehrere Paarungen statt. Ist eine Paarung erfolgt, stellt das Weibchen nach ca. einem Monat die Futteraufnahme ein und unternimmt einige “Probebohrungen”, um die beste Stelle für die Eiablage zu finden. WEGNER (l.c.) berichtet von 4-5 Eiern pro Gelege. Die Eier haben eine Länge von ca. 2,5cm. Die Eigröße ist sicherlich u.a. abhängig von der Größe des Weibchens. STRUIJK (2002) gibt Eilängen von über 4 cm für E. algeriensis an. Die Eier der kleineren Schneideri-Arten werden vermutlich auch kleiner sein als die Eier des Berberskinkes. Eine erfolgreiche Inkubation bei Eumeces ist eher selten. WEGNER (l.c.) zeitigte das Gelege bei 27°C und einer Luftfeuchtigkeit von 85-90%. Leider verstarben die Jungtiere schon im Ei. STRUIJK (2002) war bei E. algeriensis mit einer Inkubationstemperatur von 30 Grad erfolgreicher.

Literatur

BRUINS, E. : Terrarien Enzyklopädie - Karl Müller Verlag, S 232-233.

EISELT, J. (1940): Der Rassenkreis Eumeces schneideri Daudin (Scincidae, Rept.). - Zool. Anz., 131(9/10): 209-228.

GAßNER, P. & A. HAUSCHILD (1997): Kosmopoliten, aber keine “Allerweltstiere”: Skinke der Gattung Eumeces (Wiegmann, 1834). - REPTILIA, Natur und Tier-Verlag, Münster, 2(4): 43-48.

MODRY, D. & P. NECAS (1997): Die Herpetofauna Jordaniens. - REPTILIA, Natur und Tier-Verlag, Münster, 2(4): 34-38.

STRUIJK, R. (2002): Zur Pflege und Vermehrung von Berberskinken (Eumeces [Novoeumeces] algeriensis PETERS, 1864). -REPTILIA, Natur und Tier-Verlag, Münster, 6(32): 28-34.

WEGNER, S. (2002): Beobachtungen bei Eumeces (=Novoeumeces) schneideri aldrovandii. - REPTILIA, Natur und Tier-Verlag, Münster, 6(32): 22-27.

 

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