Grammostola
SIMON, 1892
Diese Gattung ist mit 18 Arten recht klein, enthält jedoch eine Reihe sehr interessanter und besonders groß werdender Spezies. Laut SCHMIDT (1993) kommen die großen Grammostolae ausschließlich im Gebiet südlich des Wendekreises des Steinbocks vor. Typusart der Gattung ist Grammostola mollicoma. Das Verbreitungsgebiet ist riesig und reicht von Bolivien, Chile und Brasilien bis nach Argentinien, Paraguay und Uruguay. Es umfasst sehr verschiedene klimatische Bereiche mit teils extrem kühlen Nachttemperaturen. Die Vertreter der Gattung sind oft Kulturfolger wie bspw. Grammostola actaeon, Grammostola iheringi, Grammostola mollicoma und Grammostola pulchra, die von der Rodung weiter Gebiete in ihren Lebensräumen zur agrarwirtschaftlichen Nutzung profitieren und besonders auf Viehweiden und an Waldrändern anzutreffen sind. Die Tiere zeichnen sich durch eine besonders hohe Lebenserwartung von über 20 Jahren aus. Typisches Gattungsmerkmal ist ein metallisch glänzender “Spiegel” von Brennhaaren auf dem Abdomen. Bei der Haltung ist eine zwei- bis dreimonatige Diapause, also eine kühlere Überwinterung, bei 15° C notwendig, um die klimatischen Bedingungen im Habitat nachzuahmen.
Arten
Grammostola actaeon (POCOCK, 1903)
Grammostola alticeps (POCOCK, 1903)
Grammostola aureostriata SCHMIDT & BULLMER, 2001
Grammostola burzaquensis IBARRA, 1946
Grammostola chalcothrix CHAMBERLIN, 1917
Grammostola doeringi (HOLMBERG, 1881)
Grammostola fossor SCHMIDT, 2001
Grammostola gossei (POCOCK, 1899)
Grammostola grossa (AUSSERER, 1871)
Grammostola iheringi (KEYSERLING, 1891)
Grammostola inermis MELLO-LEITAO, 1941
Grammostola mendozae (STRAND, 1907)
Grammostola mollicoma (AUSSERER, 1875)
Grammostola monticola (STRAND, 1907)
Grammostola porteri (MELLO-LEITAO, 1936)
Grammostola pulchra MELLO-LEITAO, 1921
Grammostola rosea (WALCKENAER, 1837)
Grammostola schulzei (SCHMIDT, 1994)
Grammostola vachoni SCHIAPELLI & GERSCHMAN, 1961
Literatur
SCHMIDT, G. (1993): Vogelspinnen. Lebensweise - Bestimmungsschlüssel - Haltung - Zucht. - Landbuch Verlag, Hannover, 151 S.
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