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Jungferngecko

Lepidodactylus lugubris (DUMÉRIL & BIBRON, 1836)

Synonym: Schuppenfingergecko

engl.: Mourning Gecko

 

Schutzstatus

Nicht geschützt.

Schwierigkeitsgrad

Niedrig. Jungferngeckos sind ideale Anfängertiere. Sie sind extrem robust und äußerst einfach zu züchten.

Preiskategorie

Niedrig. Je nach Größe kann man junge Jungferngeckos schon ab 5 € kaufen.

 

Beschreibung

Wenn man bei einem Reptil von einem Kosmopoliten sprechen kann, dann ist es der Jungferngecko. Ursprünglich im Indopazifischen Raum beheimatet, hat sich dieser Gecko mittlerweile bis nach Zentralamerika ausgebreitet. Dies liegt mitunter an der Robustheit und Anpassungsfähigkeit der Tiere, aber sicherlich auch zu einem nicht unbeträchtlichen Teil auch an der Fortpflanzungsweise: Jungferngeckos pflanzen sich nämlich durch Jungfernzeugung fort (Parthenogenese). Die besonders leichte Haltung und hohe Produktivität haben dazu geführt, dass Lepidodactylus lugubris besonders gern als Futtergecko für echsenfressende Reptilien gehalten wird. Im natürlichen Lebensraum lebt Lepidodactylus lugubris vornehmlich auf Bäumen, dabei zeigt er eine Vorliebe für bestimmte Palmenarten. Auf ein bestimmtes Habitat sind die nacht- und dämmerungsaktiven Tiere jedoch nicht angewiesen. Sie kommen sowohl im Regenwald als auch am Strand vor. Als Kulturfolger findet man sie nicht selten in Häusern. Die Nähe zum Menschen scheint der weltweiten Ausbreitung förderlich zu sein. Die Geckos sind sehr unscheinbar gefärbt. Die Grundfarbe ist graubraun. Die Färbung wird allerdings durch Faktoren wie Tageszeit, Temperatur und Stimmung beeinfllusst und kann von Gelbtönen bis zu dunkelgrau variieren. Bei höherer Wärme sind die Tiere generell heller gefärbt. Entlang der Wirbelsäule verlaufen paarig angeordnete dunkle Punkte. Auf dem Rücken und auf dem Schwanz zeigen sich zudem wellenförmige, dunkle Querbänder. Von der Schnauzenspitze zieht sich ein meist dunkelbraunes Band seitlich am Maul übers Auge bis zum Ansatz der Vorderbeine. Die Zehen besitzen Haftlamellen, mit deren Hilfe die Echsen auch an Glas entlanglaufen können. Die fünfte Zehe hat eine kleine Kralle. Der Jungferngecko bleibt mit ca. 80-90 mm Gesamtlänge sehr klein. Etwas mehr als die Hälfte der Gesamtlänge wird vom seitlich gezahnten Schwanz ausgemacht.
Es existieren mehrere Linien, die sich z.B. durch die Zahl der Chromosomen unterscheiden. So gibt es Linien mit 44 (diploid) und welche mit 66 Chromosomen (triploid).

Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet ist enorm groß. Die Typuslokalität liegt auf Tahiti. Der Jungferngecko kann aber auch auf dem asiatischen Festland in Indien, China, Burma und Vietnam gefunden werden. Außerdem bewohnt diese Art asiatische Inseln wie Japan, Taiwan und Sri Lanka und wurde auch auf Inseln des Indischen Ozeans beobachtet (Seychellen und Chagos Archipel). Das Hauptverbreitungsgebiet dürfte aber im Indopazifischen Raum liegen. Hier kommt Lepidodactylus lugubris in Indonesien [z.B. Komodo], auf Neu Guinea, West-Malaysia, auf den Philippinen und den pazifischen Inseln wie den Fiji Inseln, Neukaledonien, Samoa, den Solomon Inseln, Guam sowie vielen weiteren kleineren Inseln vor. Außerdem ist die Art in Australien und Neuseeland zu finden. Aufgrund ihrer guten Anpassungsfähigkeit wurde der Jungferngecko jedoch in viele weitere Länder verschleppt. So findet man unter anderem Populationen in den USA (Hawaii), Brasilien, Chile, Kolumbien, Nicaragua, Panama, Costa Rica, Mexiko, Ecuador und Surinam.

Haltung im Terrarium

Terrarium

Bereits kleine Terrarien von 30 x 30 x 30 cm reichen für ein Einzeltier. Will man mehrere Tiere gemeinsam halten, muss man schon aufgrund der Aggressivität der Weibchen untereinander größere Terrarien anbieten. Jungferngeckos leben auch in freier Wildbahn in Häusern, so dass eine Zimmerfreihaltung möglich ist, sofern die Versorgung mit ausreichend Futter gewährleistet ist und die Fenster mit Fliegengitter vor dem Ausbrechen gesichert sind.

Licht

Eine besondere Beleuchtung ist nicht notwendig, da die Geckos nacht- und dämmerungsaktiv sind. Eine Lichtquelle sollte jedoch immer installiert werden, damit ein Tag- und Nachtrhythmus simuliert wird.

Temperatur

Tagsüber ca. 28 °C und nachts ca. 20-22 °C.

Luftfeuchtigkeit

60-80%. Das Terrarium sollte alle 1-2 Tage besprüht werden.

Einrichtung

Da es sich um eine kletternde Spezies handelt, sollten genügend Bewegungsmöglichkeiten im Sinne von Ästen eingebracht werden. Korkröhren dienen als Versteck und Eiablageplatz.

Fütterung

Gefressen werden hauptsächlich kleine Insekten wie z.B. kleine Grillen, Heimchen, Mehlwürmer und Fliegen. Die sehr kleinen Jungtiere werden anfangs mit Drosophila und Mikroheimchen gefüttert. Zusätzlich bietet man den Geckos süßes Obst wie Bananen, Marmelade, süße Babynahrung, süße Obstsäfte und Honig an. Das Futter muss unbedingt mit Vitaminen und Mineralstoffen, insbesondere Kalk, angereichert werden. Es empfiehlt sich, eine kleine Schale mit zerriebener Sepiaschale oder Taubengrit zur Selbstbedienung ins Terrarium zu legen. Wasser wird normalerweise nach dem Besprühen von der Dekoration geleckt.

Zucht

Aufgrund der Fortpflanzung durch Jungfernzeugung ist die Zucht sehr einfach. Etwa alle 2-6 Wochen werden 1-2 Eier abgelegt. Die Eier werden an die Dekoration geklebt, gerne auch mal an die Terrarienscheibe. Da sich die Tiere parthenogenetisch fortpflanzen, handelt es sich bei den Jungtieren immer um Klone des Muttertieres. Es handelt sich beim Nachwuchs also immer um weibliche Tiere. Eine Beeinflussung des Geschlechts über die Temperatur wie bei anderen Geckos (z.B. Leopardgeckos) ist nicht möglich. Die Jungtiere schlüpfen bei einer Temperatur von ca. 26 °C nach 60-100 Tagen. Die Eier können sehr gut im Terrarium zum Schlupf gebracht werden. Der Nachwuchs muss nicht unbedingt von der Mutter getrennt werden, sofern diese ausreichend gefüttert wird. Dennoch ist es empfehlenswert, den Nachwuchs in einem getrennten Terrarium großzuziehen. Jungtiere sind hauptsächlich so gefärbt wie die Adulti. Im Gegensatz zu diesen können die Flanken allerdings gelegentlich dunkel gefärbt sein. Jungferngeckos wachsen bei guter Ernährung schnell. Die Geckos sind nach 6-8 Monaten bereits fortpflanzungsfähig.

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