Vitamin D
Einführung
Definitionsgemäß sind Vitamine Stoffe, die der Körper nicht selber bilden kann und die somit von außen zugeführt werden müssen. Vitamin D stellt eine Ausnahme dar. Es kann in der Haut durch die Einwirkung von UV-Strahlung gebildet werden. Beim Menschen ist dazu UV-Licht mit einer Wellenlänge von 230 bis 313 nm nötig.
Wirkung
Vitamin D3 entsteht aus 7-Dehydrocholesterin durch die photolytische Wirkung von UV-Licht. Das 7-Dehydrocholesterin wird in der Leber zu 25-Hydroxycholecalciferol hydroxyliert, welches in der Niere zu 1, 25-Dihydroxycholecalciferol (Calcitriol) umgewandelt wird. Das Calcitriol bewirkt, daß vermehrt Kalzium aus dem Darm resorbiert wird. Eine weitere Funktion ist die Freisetzung von Kalzium aus den Knochen. Da durch die Resorption mehr Kalzium dem Körper zugeführt als aus dem Knochen herausgelöst wird, wird im Endeffekt mehr Knochen auf- als abgebaut.
Hypovitaminose D
Einen Vitamin D-Mangelzustand nennt man Hypovitaminose D. Sie führt zu Rachitis oder Osteomalazie.
Hypervitaminose D
Eine Überbelastung mit Vitamin D nennt man Hypervitaminose D. Es kann regelrecht zu Vitamin D-Vergiftungen kommen. Dabei hat das Vitamin selbst eine schädigende Wirkung (Leberschäden, Demineralisierung der Knochen), aber auch der durch die Vitamin-Wirkung erhöhte Blutkalziumspiegel kann zu einer Kalzifizierung verschiedener Gewebe führen. Es können so z.B. Nierensteine entstehen, die zum Nierenversagen führen können oder es können Verkalkungen der Blutgefäße vorkommen (Arteriosklerose). Bei grünen Leguanen kommt es zu Kalziumablagerungen, wenn man den Tieren über 4-6 Monate eine tägliche Dosis von 100 I. E. Vitamin D3 verabreicht (ZWART & WATERING 1969).
Literatur
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